Jazz Pianist

Kaum eine Musikrichtung ist so von individueller Tonbildung und Phrasierung bestimmt wie der Jazz. Nun mehr seit einem Jahrhundert beeinflusst die ursprünglich afroamerikanische Improvisationsmusik, geprägt durch die Verschmelzung der unterschiedlichen afrikanischen und europäischen Tonsysteme, die Musiker im Stile des Jazz, sowie die daraus hervorgegangenen Musikbewegungen.

Das Piano gewann schnell, neben Saxophone, Trompete und anderen gern genutzten jazztypischen Instrumenten, einen ganz besonderen Platz in der Jazzmusik. Denn auf dem Piano, im Gegensatz zu Blasinstrumenten, war es dem Solokünstler möglich zu singen und sich selbst dabei instrumental zu begleiten. Im Jazz Pianist und Sänger zu gleich sein zu können, eröffnete dem Jazzpianisten Wege zu neuem Publikum. In immer mehr renommierten Nachtbars und den Kneipen, die etwas auf sich hielten, las man auf den Schildern im Fenster und Aushängen an der Straße: Jazz Pianist gesucht! Bereits um 1920 war der Jazzpianist ein bedeutsamer Solist innerhalb eines Jazzensembles oder ein beliebter Solokünstler, der sich der charakteristischen Herausforderung der Improvisation, in Verbindung mit dem swingenden Rhythmus, stellte.

Noch heute gilt der Anspruch an Jazzpianisten als einer mit musikalischen Höchstforderungen. Berühmte Jazzpianisten, wie Teddy Wilson, Art Tatum, Lennie Tristano, Alfred McCoy Tyner und viele andere legten die Grundsteine für diese anspruchsvolle Musikrichtung und die daraus hervorgegangenen Jazz-Stilrichtungen. Zur heutigen Zeit sind reine Jazzgruppen eher seltener, was jedoch die Anforderungen an das Können des Jazzpianisten im Einzelnen nicht schmälert. Vielmehr wird noch heute, wenn für Jazz Pianisten gesucht werden, Wert auf eine versierte und exzellente Technik gelegt.

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